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ENDURING MOTION
Wild 70 runners in the high Alps between Kandersteg and Crans-Montana
Race Hub · 2026

Wild 70 2026: Strecke & Rennstrategie

Diese Seite bündelt die öffentlich verfügbaren Informationen zum Wild 70 2026: Strecke, Cut-offs, Pflichtausrüstung, Wetter und die letzten zwei Wochen Vorbereitung.

Distanz72 km
Höhenmeter4.600 m D+
Start11. September 2026, 07:00
Zeitlimit17 Stunden 30 Minuten
Höhenprofil

Strecke · 72 km · 4.600 m D+

Ein Punkt-zu-Punkt-Kurs von Kandersteg (1.170 m) nach Crans-Montana. Bewege den Cursor oder nutze die Pfeiltasten über dem Profil, um Distanz, Höhe und die nächste Station einzublenden.

steiler AnstiegAnstiegrollendAbstieg
Drop Bagnur WasserCut-off

GPX-Auswertung: 70,4 km und rund 4.355 m D+. Veranstalterangabe: 72 km und 4.600 m D+.

Drei Schlüsselsegmente aus Strecke und GPX
  1. 01

    Kandersteg bis Bunderschrinde

    km 0–11·+1.214 m D+·Hochpunkt 2.378 m

    Der erste große Anstieg kommt sofort. Das steile Profil belohnt einen kontrollierten Start deutlich mehr als das Tempo der eigenen Startwelle.

  2. 02

    Lenk bis Cabane Wildstrubel

    km 36–50·rund +1.785 m D+·Hochpunkt 2.788 m

    Das ist der entscheidende Hochgebirgsblock. Nach dem tiefen Punkt in Lenk folgt der längste und höchste Anstieg des Rennens.

  3. 03

    Rawil bis Crans-Montana

    km 50–72·über 1.200 m Abstieg·letzte 11 km nach Tseuzier

    Nach der Cabane bleibt der Kurs hoch und exponiert, bevor der lange Abstieg nach Tseuzier und der wellige Schluss nach Crans-Montana folgen.

Topografische Karte des Wild-70-Kurses von Kandersteg nach Crans-Montana mit Richtungspfeilen, Verpflegungsstationen und dem Hochpunkt an der Cabane Wildstrubel (2.788 m)
Der Wild-70-Kurs auf der topografischen Karte: Die Punkte markieren den Start in Kandersteg und das Ziel in Crans-Montana, weiße Pfeile zeigen die Laufrichtung, beschriftet sind die wichtigsten Verpflegungsstationen mit offiziellen Kilometern, das Dreieck markiert den Hochpunkt des Kurses an der Cabane Wildstrubel (rund 2.788 m). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM · Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Auf Basis öffentlicher Quellen und der offiziellen GPX-Datei. Zuletzt aktualisiert am 15. Juni 2026.

Der Wild 70 verbindet Kandersteg mit Crans-Montana. Die offizielle Strecke misst 72 km mit 4.600 m D+; die GPX-Auswertung ergibt 70,4 km und rund 4.355 m D+. Der Kurs ist ein Schweizer Alpenmix aus steilen Pässen, laufbaren Panoramapassagen, technischen Bergwegen und dem ausgesetzten Finale am Bisse du Ro.

Blick über ein alpines Tal mit grünen Hängen und blauem Himmel

Streckencharakter

Wild 70 ist nicht durchgehend eine schroffe Skyrunning-Strecke, aber klar alpin. Der erste Anstieg zur Bunderschrinde kommt fast ohne Einrollen, danach folgen Adelboden, Sillerebüel und Hahnenmoospass mit mehr Rhythmuswechseln und laufbaren Abschnitten. Der eigentliche Renntag entscheidet sich nach Lenk: Iffigenalp, Cabane Wildstrubel, Rawil und der lange Weg nach Tseuzier bündeln Höhe, Exposition und Ermüdung.

Vier Akte statt einer gleichmäßigen Linie

Den Wild 70 liest man am besten als vier eigenständige Akte, nicht als einfache 70-km-Verbindung.

  1. Kandersteg und der frühe Alpen-Test. Vom Start steigt der Kurs direkt zur Bunderschrinde. Das ist der erste Filter und kein guter Ort, um die eigene Startwelle zu jagen.
  2. Adelboden, Sillerebüel und Hahnenmoos. Dieser Mittelteil wirkt schweizerisch laufbarer, bleibt aber ständig wechselnd: breite Wege, Hänge, Passagen über Weiden und technische Abschnitte wechseln sich ab.
  3. Lenk bis Cabane Wildstrubel. Der wichtigste Hochgebirgsblock steigt über Iffigenalp zum höchsten Bereich der Strecke. Wind, Nebel, Schnee auf Restfeldern und langsameres Vorankommen sind hier realistische Planungsfaktoren.
  4. Rawil, Tseuzier und Bisse du Ro. Nach dem Hochpunkt ist der Kurs nicht erledigt. Der lange Abstieg, der Stausee und der ausgesetzte Bisse-du-Ro-Abschnitt verlangen Konzentration, wenn die Beine schon schwer sind.
Läufer auf einem hellen Geröllweg zwischen Felswänden

Schlüsselanstiege und Abstiege

Aus den offiziellen Stationsdaten gelesen, sind die Belastungen nicht gleichmäßig verteilt. Der steilste Block liegt nach Iffigenalp, also genau dort, wo bereits über 40 km in den Beinen sind:

  • Kandersteg → Bunderschrindekm 0–10.7
    +1214 m113 m/km
  • Adelboden → Sillerebüelkm 18.1–27.3
    +959 m104 m/km
  • Lenk → Iffigenalpkm 36–44.4
    +561 m67 m/km
  • Iffigenalp → Cabane Wildstrubelsteilsterkm 44.4–50.1
    +1224 m215 m/km
Akzent = steilster Anstieg des Tages. Balken: Höhengewinn aus den offiziellen Stationsdaten.

Der härteste mentale Abstieg beginnt nach dem Rawil-Sektor. Auf dem Papier verliert der Kurs viel Höhe Richtung Tseuzier, praktisch wechseln Abstieg, Querung und technische Passagen. Genau deshalb ist der Schluss nach Barrage de Tseuzier kein Cooldown, sondern ein letzter Konzentrationstest.

Untergrund und Gelände

Der Kurs mischt alpine Bergwege, Wiesen- und Weidepassagen, Schotter, steile Abstiege und ausgesetzte Querungen. Bunderschrinde ist der erste klare alpine Marker: ein steiler Anstieg und danach ein loser Schotterabstieg, der eher Trittsicherheit als Tempo verlangt. Der Block Iffigenalp bis Cabane Wildstrubel ist der zweite, mit steinigem Hochgelände und ausgesetzten Abschnitten am Berghang. Bisse du Ro bringt zum Ende einen spektakulären, aber aufmerksamkeitsintensiven Abschnitt, einen in den Fels gehauenen Weg mit einer langen Hängebrücke von rund 120 m, wo müde Beine und Exposition zusammentreffen.

Taktik

Wild 70 Cut-offs und Zwischenzeiten 2026

Drei Startwellen ab 07:00, vier offizielle Zwischenlimits und Zielschluss um 00:30 in Crans-Montana.

Welle 1 startet um 07:00, Welle 2 um 07:10 und Welle 3 um 07:20. Die Zuteilung richtet sich nach dem allgemeinen UTMB Index. Ein Start in einer früheren Welle führt zu zwei Stunden Zeitstrafe; ein späterer Start ist erlaubt.

StationkmD+D-Zeitlimit 2026
Kandersteg0.00 m0 m07:20
Ueschine7.5561 m4 mKein offizielles Zeitlimit
Bunderschrinde10.71.214 m6 mKein offizielles Zeitlimit
Louwene13.71.214 m701 mKein offizielles Zeitlimit
Adelboden18.11.337 m1.177 m11:45
Chuenisbärgli21.71.801 m1.238 mKein offizielles Zeitlimit
Sillerebüel27.32.296 m1.491 mKein offizielles Zeitlimit
Hahnenmoospass30.62.404 m1.623 mKein offizielles Zeitlimit
Lenk36.02.406 m2.510 m16:00
Iffigenalp44.42.967 m2.553 m18:00
Abzweigung Cabane-Rawil49.53.950 m2.573 mKein offizielles Zeitlimit
Cabane Wildstrubel50.14.191 m2.573 mKein offizielles Zeitlimit
Col du Rawil52.74.246 m2.989 mKein offizielles Zeitlimit
Barrage de Tseuzier60.84.277 m3.670 m23:00
Crans-Montana72.04.600 m4.227 m00:30

Datenstand: Wildstrubel by UTMB 2026. Die offiziellen Schlusszeiten gelten für das Verlassen der Station.

Wo Zeit am Wild 70 verloren geht

Adelboden schließt um 11:45, Lenk um 16:00, Iffigenalp um 18:00 und Barrage de Tseuzier um 23:00. Das Gesamtzeitlimit beträgt 17 Stunden 30 Minuten. Linear zu rechnen ist riskant, weil die zweite Hälfte deutlich langsamer wird: Der lange Anstieg nach Lenk, die Höhe an der Cabane Wildstrubel und der technische Schluss nach Tseuzier kosten mehr Zeit als die Kilometerzahl vermuten lässt.

Das 17,5-Stunden-Limit einteilen

Der erste große taktische Marker ist Adelboden. Wer dort knapp gegen das Limit arbeitet, hat den schwierigsten Teil noch vor sich. Die tragfähige Strategie ist ruhig bis Bunderschrinde, kontrolliert durch Adelboden und Hahnenmoos, dann bewusst konservativ in den Wildstrubel-Block hinein.

Realistische Zielzeit-Orientierung

Mit 4.600 Höhenmetern unter einem 17-Stunden-30-Minuten-Limit streuen die Zielzeiten stark. Als grobe Orientierung, nicht als Garantie:

  • Elite7 h9 h
  • Starker Amateur10 h12.5 h
  • Mittelfeld13 h15 h
  • Feldende15 h16.5 h
  • Cut-off-Kampf16.5 h17.5 h
Leuchtender Crans-Montana-Schriftzug bei Nacht am Wasser

Selbstversorgung, Support und Drop Bag

Wild 70 läuft auf Teil-Selbstversorgung. Zwischen den Stationen musst du Nahrung, Wasser und Wetterausrüstung selbst abdecken. Crew-Zugang ist auf Adelboden, Lenk und Barrage de Tseuzier begrenzt. Der Veranstalter transportiert den Läuferbeutel nach Crans-Montana, nicht zu einer Zwischenstation; plane also keinen Wechselbeutel in Adelboden oder Lenk.

Verpflegung

Verpflegung beim Wild 70

Die Stationen entlang der Strecke. An den drei offiziellen Unterstützungspunkten Adelboden, Lenk und Barrage de Tseuzier darf jeweils eine Begleitperson die Verpflegungszone betreten.

05 / 15km 18.1

Unterstützung erlaubt

Adelboden

Zeitlimit11:45

Getränke

  • Water
  • Isotonic drink
  • Coca-Cola

Sportnahrung

  • Näak products
Alle Stationen als Liste
  1. Kanderstegkm 0.0Startversorgung

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  2. Ueschinekm 7.5Nur Wasser

    Getränke: Water

  3. Bunderschrindekm 10.7Basisversorgung

    Getränke: Water

  4. Louwenekm 13.7Nur Wasser

    Getränke: Water

  5. Adelbodenkm 18.1Unterstützung erlaubt

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  6. Chuenisbärglikm 21.7Basisversorgung

    Getränke: Water

  7. Sillerebüelkm 27.3Basisversorgung

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  8. Hahnenmoospasskm 30.6Basisversorgung

    Getränke: Water

  9. Lenkkm 36.0Unterstützung erlaubt

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  10. Iffigenalpkm 44.4Unterstützung erlaubt

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  11. Abzweigung Cabane-Rawilkm 49.5Basisversorgung

    Getränke: Water

  12. Cabane Wildstrubelkm 50.1Basisversorgung

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  13. Col du Rawilkm 52.7Basisversorgung

    Getränke: Water

  14. Barrage de Tseuzierkm 60.8Unterstützung erlaubt

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

  15. Crans-Montanakm 72.0Zielversorgung

    Getränke: Water, Isotonic drink, Coca-Cola

    Sportnahrung: Näak products

Quelle: Wildstrubel by UTMB 2026. Genannt sind Wasser, Iso, Cola und Näak-Produkte; das Angebot kann vor Ort angepasst werden.

Kontrolle

Wild 70 Pflichtausrüstung 2026

Die Pflichtausrüstung für den Wild 70, erklärt nach alpiner Logik: was geprüft wird, was im Rennen wirklich zählt und welche Teile regelmäßig unterschätzt werden.

Die Organisation kann zusätzlich zum Basis-Kit ein Heisswetter- oder Kaltwetter-Kit aktivieren. Maßgeblich bleibt die aktuelle Fassung auf der offiziellen Rennseite.

Basis-Kit

  • Laufsack oder geeignetes Trageequipment für Chip und Pflichtausrüstung, während des gesamten Rennens getragen.
  • Smartphone mit funktionierendem internationalem Roaming in der Schweiz, voll geladen, eingeschaltet und ohne Flugmodus. Sicherheitsnummern speichern, Nummer nicht blockieren, LiveTrail installieren und aktivieren. Externer Akku dringend empfohlen.
  • Persönlicher Becher mit mindestens 15 cl; Flaschen oder Fläschchen mit Deckel werden nicht akzeptiert.
  • Mindestens 1 Liter Wasser und Nahrungsreserve, empfohlen sind 800 kcal.
  • Zwei funktionsfähige Stirnlampen mit Ersatzzellen oder Batterien für jede Lampe; mindestens 200 Lumen für die Hauptlampe empfohlen.
  • Überlebensdecke mindestens 1,40 × 2 m oder Überlebenstasche, Pfeife und selbstklebende elastische Binde mindestens 100 × 6 cm.
  • Wasserdichte, atmungsaktive Kapuzenjacke mit versiegelten Nähten; mindestens 10.000 mm Wassersäule und RET 13 empfohlen.
  • Lange Hose oder vollständig deckende Kombination aus Leggings und Socken.
  • Warmes Langarmoberteil ohne Baumwolle, mindestens 180 g, oder mindestens 110 g zusammen mit einer DWR-behandelten Windjacke. Die Windjacke ersetzt die Regenjacke nicht.
  • Ausweis oder Personalausweis.

Heisswetter-Kit

  • Sonnenbrille, Saharahaube oder Kopfbedeckung für Kopf und Hals, Sonnencreme mit LSF 50 empfohlen und mindestens 2 Liter Wasser.

Kaltwetter-Kit

  • Zusätzliche warme Schicht, etwa Daunenjacke, Schutzbrille, Mütze, warme wasserdichte Handschuhe, wasserdichte Überhose und robuste vollständig geschlossene Trailschuhe. Minimalistische und ultraleichte Schuhe sind ausgeschlossen.

Zusätzlich empfohlen

Schüssel und Geschirr für Mahlzeiten, warme Ersatzkleidung, Stöcke, Vaseline, eine 20-CHF-Note, GPS-Uhr, Messer oder Schere für Verbände und ein Notfall-Nähzeug.

Wetter

Wild 70 Wetter 2026: Bedingungen auf der Strecke

Typische September-Bedingungen im Berner Oberland, eingeordnet nach Höhenzone und Rennphase.

September verbindet milde Täler mit frühherbstlichen Bedingungen oberhalb von 2.500 m: warme Talabschnitte rund um Kandersteg und Lenk, kalte und exponierte Passagen am Wildstrubel und ein langer Abstieg, der langsamere Läufer erst nach Sonnenuntergang erreicht.

Karge Felswände und Geröll unter klarem Himmel

Wetterphasen auf der Wild-70-Strecke

Der Punkt-zu-Punkt-Kurs reicht von den Tälern bis auf 2.788 m an der Cabane Wildstrubel und kann dort Wind, Nebel oder Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bringen. Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Prognose für Kandersteg, sondern der Wetterwechsel entlang der Strecke, vom kühlen Start über die exponierten Hochlagen bis in den Abend.

  1. 01

    km 0–18 · Kandersteg bis Adelboden

    Kühler Start, schneller Höhengewinn

    Vom Tal steigt die Strecke früh über 2.300 m. Schatten, Wind und nasse Wege können den Morgen deutlich kälter machen.

    Entscheidung: Warme Schicht und Handschuhe erreichbar halten, das Tempo am ersten Anstieg kontrollieren.

  2. 02

    km 18–36 · Adelboden bis Lenk

    Wechsel zwischen Sonne und Passlagen

    Offene Hänge und zwei Übergänge wechseln mit dem tiefen Talpunkt in Lenk.

    Entscheidung: Sonnenschutz früh nutzen und in Lenk Wasser sowie Wetterschichten vor dem Hauptanstieg neu ordnen.

  3. 03

    km 36–53 · Lenk bis Col du Rawil

    Höchster und exponiertester Abschnitt

    Der Kurs steigt zur Cabane Wildstrubel auf 2.788 m. Im September sind Wind, Nebel und rascher Temperaturabfall realistisch.

    Entscheidung: Vor Iffigenalp die Lage prüfen und Regenjacke, Mütze sowie Handschuhe nicht tief verstauen.

  4. 04

    km 53–72 · Rawil bis Crans-Montana

    Langer Abstieg in den Abend

    Nach dem Hochplateau folgt ein langer Abstieg; langsamere Läufer erreichen Tseuzier und das Ziel nach Sonnenuntergang.

    Entscheidung: Lampen rechtzeitig vorbereiten und nach Tseuzier genug Energie für die letzten welligen Kilometer sichern.

Hot-Kit, Cold-Kit und die Variante des Jahres

Zur Pflichtausrüstung gehören ein eigenes Hot-Weather-Kit und ein Cold-Weather-Kit, und die Organisation entscheidet anhand der Prognose, welches verlangt wird, und informiert jeden Läufer vor der Startnummernausgabe. Ein Teil des Packens wird also erst ein bis zwei Tage vorher final. Das Cold-Kit ergänzt eine warme dritte Schicht (Typ Daunenjacke), eine Schutzbrille, eine Mütze, warme wasserdichte Handschuhe und eine wasserdichte Überhose; das Hot-Kit ergänzt Sonnenschutz und mindestens 2 Liter Wasser. In schlechten Jahren kann sich die Strecke selbst ändern: 2024 wurden die hohen Pässe umgeleitet, um die Läufer nach starkem Schneefall und einem scharfen Temperatursturz tiefer zu halten. Plane für beide Extreme, nicht für den September-Durchschnitt.

Vorbereitung

Wild 70 Checkliste 2026

Die letzten 14 Tage vor dem Start am 11. September, strukturiert nach Taper, Rennwoche, letzten Tagen und Renntag.

Die letzten zwei Wochen bauen keine Form mehr auf. Sie reduzieren offene Entscheidungen: vollständiges Basis-Kit, das von der Organisation aktivierte Wetter-Kit und eine klare Logistik für den Punkt-zu-Punkt-Kurs von Kandersteg nach Crans-Montana.

Die vier Phasen vor dem Start

  1. 14–8Tage

    System festlegen

    • Letzte längere Einheit abschließen
    • Schuhe, Rucksack und Stöcke final wählen
    • Anreise nach Kandersteg und Rückfahrt ab Crans-Montana bestätigen
  2. 7–4Tage

    Pflichtausrüstung prüfen

    • Basis-, Hitze- und Kälte-Kit einzeln abhaken
    • LiveTrail, Roaming und beide Lampen testen
    • Verpflegung nach Adelboden, Lenk und Tseuzier planen
  3. 3–1Tage

    Wetterentscheidung vorbereiten

    • Aktiviertes Zusatz-Kit kontrollieren
    • Startwelle und letzte Mitteilungen prüfen
    • Rucksack in Zugriffsreihenfolge packen
  4. 07:00Start

    Rennmorgen

    • Rechtzeitig an der Kunsteisbahn sein
    • Telefon und LiveTrail eingeschaltet lassen
    • Becher, Wasser und Wetterschicht erreichbar halten

Logistik für den Punkt-zu-Punkt-Kurs

Der Wild 70 endet in einem anderen Tal als dem Start, die Anreise braucht also Planung. Am Freitagmorgen bietet die Organisation einen kostenlosen Bus-und-Bahn-Transfer von Crans-Montana zum Start in Kandersteg, vorab über das MyUTMB-Konto zu buchen. Nach dem Ziel gibt es keinen Organisationstransport zurück nach Kandersteg, plane die Rückreise also mit öffentlichem Verkehr oder Fahrgemeinschaft. Begleiter erreichen Start, die Verpflegung in Lenk und das Ziel in Crans-Montana per Bus. Dein 30-Liter-Drop-Bag wird nur von Kandersteg ins Ziel transportiert, in Adelboden und Lenk gibt es keinen Beutel, und bei Aufgabe oder verpasstem Cut-off bringt dich ein Shuttle der Organisation zurück nach Crans-Montana.

Häufige Fragen

Fragen zum Wild 70

Wann findet Wild 70 2026 statt?

Wild 70 startet am Freitag, 11. September 2026. Welle 1 startet um 07:00 Uhr an der Kunsteisbahn in Kandersteg.

Wie lang ist Wild 70?

Der Veranstalter gibt 72 km und 4.600 Höhenmeter an. Das Ziel liegt in Crans-Montana.

Wie lange ist das Zeitlimit?

Das Gesamtzeitlimit beträgt 17 Stunden 30 Minuten. Zielschluss ist um 00:30 Uhr am Samstag.

Wo ist Unterstützung erlaubt?

Eine Begleitperson pro Läufer darf in Adelboden, Lenk und Barrage de Tseuzier die offizielle Verpflegungszone betreten.

Gibt es am Wild 70 Zwischen-Cut-offs?

Ja. Neben dem Gesamtlimit von 17 Stunden 30 Minuten gelten an den Hauptstationen mehrere Zwischenlimits. Wer eine Station nach ihrer offiziellen Schlusszeit verlässt, scheidet aus. Die genauen Schlusszeiten der einzelnen Stationen stehen in der Cut-off-Tabelle auf dieser Seite.

Welche Regenjacke erfüllt die Wild 70-Anforderungen?

Die Jacke muss mindestens 10.000 mm Wassersäule haben, versiegelte Nähte und eine integrierte oder angebrachte Kapuze. Ultraleichte Modelle unter 100 g erfüllen diese Anforderung meist nicht. Verlässliche Modelle für alpine Ultra-Rennen wiegen typischerweise 150-250 g.

Warum sind zwei Stirnlampen vorgeschrieben?

Wild 70 startet am frühen Morgen und kann bei langsameren Läufern in die Nacht gehen. Zwei separate, funktionsfähige Lampen sind Pflicht. Eine tote Lampe mit frischen Batterien gilt nicht als zweite Lampe. Beide Lampen müssen im Rennen jederzeit funktionieren.

Warum kein Flask mit Deckel statt Klappbecher?

Verpflegungsstellen an UTMB-Rennen zapfen Getränke in mitgebrachte offene Behälter. Ein Klappbecher ohne Deckel ist Pflicht, um an der Station getränkt zu werden. Softflasks mit Trinkverschluss werden für diese Funktion nicht akzeptiert.

Wie heiß wird es am Wild 70 im September?

Im Tal bei Kandersteg sind im September Temperaturen von 25-35 °C möglich. Auf exponierten Graten über 2.000 m können es 4-10 °C sein. Der Übergang findet innerhalb weniger Stunden statt.

Kann die Wild 70-Strecke wegen Wetter geändert werden?

Ja. Der Veranstalter kann die Strecke bei Bedarf kurzfristig ändern, kürzen oder das Rennen abbrechen, etwa bei Gewitter, Sturm oder anderen Sicherheitsrisiken. Prüfe deshalb am Vortag und am Rennmorgen die Mitteilungen von Wildstrubel by UTMB, halte dein Smartphone eingeschaltet und plane nicht ausschließlich mit einer zuvor gespeicherten Route oder Cut-off-Tabelle.

Was muss ich am Tag vor dem Wild 70 erledigt haben?

Rucksack gepackt und geschlossen. Beide Stirnlampen getestet. Handy vollgeladen und LiveRun installiert. Notfallnummern gespeichert. Klappbecher geprüft. Pflichtausrüstung vollständig.

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