Mountain-Ultra
Geländeorientierte Run/Walk-Strategie für Mountain-Ultras ab 100 km mit vielen Höhenmetern. Lerne, wann du laufen, wann du gehen und wie du deine Belastung so steuerst, dass du mit brauchbaren Beinen ins Ziel kommst.
Entscheidung nach Steigung und Ermüdung
Bleib in Zone 2 (RPE 3-4). Lockeres Sprechtempo. Ökonomische Belastung.
Fortgeschrittene können hier oft noch laufen; Einsteiger sollten gehen. Wird die Atmung deutlich schwerer, geh sofort. HF < 80 % max.
Power-Hiking ist hier etwa 8,5 % energieeffizienter als Laufen. Kurze, schnelle Schritte.
In den steilsten Passagen Hände auf die Knie. Stöcke sind hier klar zu empfehlen.
Fortgeschrittene können hier noch laufen; Einsteiger sollten gehen
Orientierung für Herzfrequenz und RPE bei gleichmäßigem, kontrolliertem Pacing
ZIELZONE – Nachhaltige Belastung beim Laufen und Power-Hiking. Du kannst in ganzen Sätzen sprechen. Hier steuerst du deine Energie am besten. Verbringe 80-90 % des Rennens in dieser Zone.
OBERGRENZE – Wenn dich ein Anstieg hierhin drückt, geh sofort. Die Atmung wird schwerer und der Glykogenverbrauch steigt schnell.
ROTE ZONE – Nicht dauerhaft haltbar. Jede Minute oberhalb von Zone 3 kostet dich später unverhältnismäßig viel. Nur fürs Finish.
Wenn du nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen kannst, ist die Belastung zu hoch. Geh sofort. Das ist dein verlässlichster Echtzeit-Check.
Ein visueller Rennplan, den du als Screenshot mit in den Renntag nehmen kannst
Laufe flache und bergab laufbare Abschnitte im lockeren Sprechtempo (Zone 2)
Halte deinen ans Gelände angepassten Run/Walk-Rhythmus
Hier beginnen die meisten DNFs
Laufe, wenn du kannst. Gehe, wenn du musst.
Effiziente Technik für steile Anstiege und technisches Gelände
Ab 25 % Steigung
Ab 15 % Steigung
Technisches Gelände
Lerne aus den Fehlern anderer und vermeide diese Fallen
„Am ersten Anstieg bin ich an allen vorbeigeschossen. Noch vor km 16 wusste ich, dass der Plan katastrophal war.“ – eine klassische DNF-Geschichte.
Deine Beine bei km 80 zahlen für dein Ego bei km 5.
Bergauf gehen spart Energie. Auf flachen Abschnitten und leichten Bergabpassagen verschenkst du damit Zeit. Mantra: „Laufe, wenn du kannst. Gehe, wenn du musst. Nutze die Schwerkraft bergab.“
Zu warten, bis du nicht mehr laufen kannst, ist keine Strategie. Das ist nur Müdigkeit. Entscheide vor dem Rennen, wo du bewusst gehst.
Wenn du am Anstieg nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen kannst, ist die Belastung zu hoch. Geh sofort. Jede Minute oberhalb der Schwelle kann dich später 3-5 Minuten kosten.
Gehabschnitte sind deine Verpflegungsfenster. Wenn du gehst und weder isst noch trinkst, verschenkst du sie.
Power-Hiking nutzt andere Muskeln als Laufen. Wenn dein erstes Power-Hiking am Renntag ist, melden sich Hüftbeuger und Waden spätestens bei km 40.
Gib deine Renndaten ein und hol dir eine geländeorientierte Run/Walk-Empfehlung
Setze Stöcke an Anstiegen ein. Übe die Stocktechnik mindestens 3 Monate vor dem Rennen. Stöcke können die Belastung der Beine um 15-20 % senken, aber nur mit gut trainierter Koordination.
Screenshot für den Renntag
· Giovanelli, G., Ortiz, A. L., Henninger, N., & Kram, R. (2016). Energetics of vertical kilometer foot races; is steeper cheaper? Journal of Applied Physiology, 120(3), 370-375.
· Minetti, A. E., Moia, C., Roi, G. S., Susta, D., & Ferretti, G. (2002). Energy cost of walking and running at extreme uphill and downhill slopes. Journal of Applied Physiology, 93(3), 1039-1046.
· Koop, J. (2016). Training Essentials for Ultrarunning. VeloPress / CTS.
· Roche, D. Various articles in Trail Runner Magazine and Some Work, All Play coaching resources.
· Genitrini, M., et al. (2022). Pacing and performance analysis of UTMB/CCC finishers. Unpublished race analysis data.
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